Theodosius-Florentini-Schule

Tür auf – Abgeordnete unterrichten an Freien Schulen:Barbara Stamm

Landtagspräsidentin Barbara Stamm an der Florentini-Schule

Nach den langwierigen Koalitionsverhandlungen in Berlin und kurz vor der Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Bayern nahm sich Landtagspräsidentin Barbara Stamm - wie viele Abgeordnete des Bayerischen Landtags auch - am Tag der Freien Schulen gerne die Zeit, sich der Diskussion mit Schülerinnen der 10. Jahrgangsstufe beider Schularten und der Q11 zu stellen und aus ihrem reichen Erfahrungsschatz aus 42 Jahren Parlamentsarbeit zu berichten.

Schulleiter Robert Wolz begrüßte den Gast und ging kurz auf die vielfältigen Verbindungen der ehemaligen Schülerin zur Schule ein. Er bedankte sich zudem für Ihren großen Einsatz für den Fortbestand der Schule. Sie sei der Einladung sehr gerne gefolgt und an die Florentini-Schule der Kreuzschwestern Gemünden gekommen, um den Schülerinnen eine Unterrichtsstunde zu schenken, sagte die Landtagspräsidentin in einem ersten Statement. Sie betonte ausdrücklich, dass die Erzieherinnenausbildung, die sie am damaligen Mädchenbildungswerk genossen habe, für ihren Lebensweg mitentscheidend gewesen sei. Deshalb sei es für sie selbstverständlich gewesen, der Schule auf diesem Weg auch etwas zurückgeben zu können. Sie bekannte sich eindeutig zum Privatschulwesen, für dessen vollumfängliche Unterstützung die Verfassung den Staat eigentlich verpflichtet: „Wir kümmern uns nicht nur um die staatlichen Schulen, wir haben auch die privaten Schulen nachhaltig auf dem Schirm. Private Schulen sollen gefördert werden. Wir sind dankbar für jede private Schule, besonders für diese Schule hoch auf dem Berg in Gemünden.“

 

Sie ermunterte die Schülerinnen, ihre Fragen an sie zu richten, und gab bereitwillig Auskunft auch zu den tiefer schürfenden Fragen, die von den Schülerinnen in Vorfeld für das Treffen vorbereitet worden waren. Befragt nach dem Stellenwert, den sie persönlich dem „C“ im Namen ihrer Partei beimesse, gab sie sehr differenziert Antwort, dass sie in ihren Grundüberzeugungen das christliche Welt- und Menschenbild selbstverständlich zum Vorbild nehme, dass aber einzelne politische Entscheidungen manchmal isoliert und sehr vereinfacht als unchristlich bezeichnet würden. Als Beispiel verwies sie dabei auf die Flüchtlingsfrage. Sie plädierte außerdem, den politischen Kompromiss, der gerade in diesen Zeiten in Koalitionen ausgehandelt werden müsse, auch zu akzeptieren und ernst zu nehmen. Er führe dazu, dass das Gesamtabstimmungsergebnis zuweilen Vorrang habe vor den persönlichen Vorlieben. In echten Gewissensfragen sei für sie aber der viel beklagte „Fraktionszwang“ absolut nicht bindend.

Als Politikerin, die in den Bereichen Frauen, Familie, Arbeit, Gesundheit und Soziales sehr viel gearbeitet und Erfolge erzielt hat, rief sie die Mädchen und jungen Frauen eindringlich dazu auf, mehr Vertrauen in das eigene Können zu setzen, sich zu interessieren, einzubringen und das politische Feld nicht den Männern alleine zu überlassen. Nach wie vor müssten zwar Frauen deutlich besser sein, um die gleichen Chancen zu bekommen wie die Männer, aber das ändere sich gerade zum Besseren und könne durch das Engagement der Frauen beschleunigt werden.

Für die Theodosius-Florentini-Schule ist das seit vielen Jahren ein Anliegen über den Lehrplan hinaus. Gerade der Sozialwissenschaftliche Zweig im Gymnasium versucht die Begeisterung für demokratische Teilhabe bei den Mädchen und jungen Frauen zu wecken. Zita Baur, Bürgermeisterin von Fellen und ebenfalls ehemalige Schülerin, vertrat den Elternbeirat bei dieser Aktion und ermunterte im Dialog mit Frau Stamm die Schülerinnen ebenfalls zu mehr Mut und Engagement im politischen Bereich.

Der Schulleiter dankte der Landtagspräsidentin für den Besuch und die reich bemessene Zeit, die sie für diese „Abgeordnetenstunde“ mitgebracht hatte. Bei einem Blick in die Klasse 6b des Gymnasiums ließ sich Frau Stamm zudem noch von den Schülerinnen und Schülern die „Freie Stillarbeit“ als besonderes Alleinstellungsmerkmal der Theodosius-Florentini-Schule erklären und zeigte sich sehr beeindruckt davon.

12.03.2018

 

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